Senat von Hawaii bekräftigt Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule

Hawaii wird die Ehe für Lesben und Schwule öffnen: Der Gesetzentwurf hat erwartungsgemäß auch die zweite Abstimmung im Senat überstanden. Nun muss Gouverneur Chris Abercrombie das Gesetz nur mehr unterschreiben.

Abercrombie hat den Senat dafür zu einer außerordentlichen Sitzung gebeten. Dabei hat er angekündigt, das Gesetz zu unterschreiben: „Ich warte darauf, dieses wichtige Stück Gesetzgebung zu unterschreiben, das Gleichheit in der Ehe bereitstellt und religiöse Freiheiten vollständig respektiert und schützt.“ Für eine Unterstützung durch die Republikaner wurde eine Stelle im Gesetz eingefügt, die religiösen Gruppen freistellt, schwule und lesbische Ehepaare zu trauen.

Im Senat wurde das Gesetz in seiner endgültigen Fassung schließlich mit 19:4 Stimmen beschlossen. Nachdem das Ergebnis bekanntgegeben worden war, brach im Saal und auf der Besuchertribüne Jubel aus. Die zweite Abstimmung des Senates war nötig, weil das Repräsentantenhaus des Bundesstaates noch Änderungen am Gesetzesentwurf vornahm.

Auch Präsident Barack Obama gratulierte dem Bundesstaat: „Ich war immer stolz darauf, in Hawaii geboren worden zu sein, und die heutige Abstimmung macht mich noch stolzer“, erklärt er.

Die Ehe-Öffnung in Hawaii ist der nächste Höhepunkt einer erfreulichen Entwicklung: Noch vor einem Jahr hatten sechs Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington D.C. die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet – heute sind es mehr als doppelt so viele: In Maine, Maryland und Washington wurde sogar die Ehe erstmals durch eine Volksabstimmung geöffnet.