Demos in Indien gegen Homo-Verbot

In Indien haben hunderte Menschen gegen das erneute Verbot von Homosexualität demonstriert. Rund 800 Aktivisten haben sich am Sonntag in Neu Delhi vor dem Obersten Gerichtshof versammelt. Auch in anderen Städten gab es Proteste.

Der Oberste Gerichtshof Indiens hat letzte Woche ein Gesetz aus der Kolonialzeit bestätigt, dass Homosexualität als „widernatürliche Handlung“ unter Strafe stellt. Eine niedrigere Instanz hatte diesen Paragraphen im Jahr 2009 als verfassungswidrig aufgehoben.

Die Demonstranten forderten eine Rücknahme der Entscheidung an. Sie kündigten auch an, dagegen berufen zu wollen. Sie erklärten den 11. Dezember, an dem da Gericht die Entscheidung verkündete, zum Trauertag. Die Demonstranten trugen deshalb auch traditionelle Trauer-Armbänder. Viele von ihnen waren vermummt, weil sie in dem konservativen Land nicht erkannt werden wollten.