Öffnung der Ehe in Michigan widerrufen

Die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule im US-Bundesstaat Michigan wird wieder gestoppt. Das zuständige Gericht hat der Berufung aufschiebende Wirkung zuerkannt. Die mehr als 300 bereits geschlossenen Ehen werden vorerst rechtlich nicht anerkannt.

Bundesrichter Bernard Friedman hat letzten Freitag geurteilt, dass das Verbot der Ehe für schwule und lesbische Paare in Michigan der Bundesverfassung widerspreche. Er hat das entsprechende Gesetz aufgehoben. Am Tag darauf haben mehr als 300 gleichgeschlechtliche Paare geheiratet.

Doch am Mittwoch hat das 6. Berufungsgericht geurteilt, dass das Ehe-Verbot in Michigan erst dann aufgehoben werden kann, wenn es ein endgültiges, rechtskräftiges Urteil gibt. Das hat auch Auswirkungen auf die Ehen, die bereits geschlossen wurden: Sie haben keine Rechtskraft.

Das kann dauern: Denn der Bundesstaat Michigan hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Nun muss der Fall in der nächsten Instanz verhandelt werden. Nach dem Berufungsgericht wird die Entscheidung von Richter Friedman dann vermutlich vor dem Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der USA, landen. Das wird allerdings nicht vor dem Sommer 2015 passieren.