Größte LGBT-Organisation der USA unterstützt Hillary Clinton

In den USA kommt auch in die Vorwahlen der Demokratischen Partei Bewegung: Außenseiter Bernie Sanders kommt Favoritin Hillary Clinton bereits gefährlich nahe. Da landet diese einen Coup bei der LGBT-Community – obwohl ihr Gegenkandidat diese konsequenter unterstützt hat.

So hat die Human Rights Campaign (HRC), die größte LGBT-Bürgerrechtsorganisation der USA, am Dienstag ihre Mitglieder aufgefordert, bei den innerparteilichen Vorwahlen und der Wahl zum US-Präsidenten, die im November stattfinden wird, Hillary Clinton zu wählen. „In ihrem Wahlkampf kämpft Ex-Außenministerin Clinton gegen Republikaner, die den Fortschritt blockieren wollen“, so HRC-Vorsitzender Chad Griffin in der E-Mail: „Republikaner wollen die Fortschritte, die während der Amtszeit Obamas gemacht worden sind, wieder rückgängig machen. Clinton hat dagegen als First Lady, als Senatorin und als Außenministerin für LGBT-Rechte gekämpft.“

Doch ganz so war es nicht: Die Öffnung der Ehe befürwortet sie erst seit 2013 – jenem Moment, in der sich Umfragen zufolge auch eine Mehrheit der US-Bürger dafür aussprachen. Dafür wirbt sie nun offensiv in der Community und hat im Wahlkampf ein ausführliches Programm für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern vorgelegt.

Anders ist die Lage bei ihrem größten innerparteilichen Rivalen, dem unabhängigen Kongressabgeordneten Bernie Sanders. Der Politiker, der sich selbst als Sozialist beschreibt, hat seit Beginn seiner Karriere in Washington im Jahr 1991 LGBT-freundliche Positionen vertreten. Von Anfang an war er für eine Öffnung der Ehe oder eine Aufhebung des Homo-Verbots bei den US-Streitkräften.

Deshalb sorgt die Unterstützung der HRC für Clinton auf der Facebook-Seite von Bernie Sanders für Kritik. „Ich würde eher jemanden unterstützen, der sich von Anfang an für gleiche Rechte einsetzt als eine Person, die ihre Meinung ändert, wenn es günstig ist“, schreibt ein User.