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Papst Franziskus warnt vor Transgender-Kindern

Papst spricht vom "Zeitalter der Sünden gegen Gott"

Papst Franziskus
Agencia Brazil - CC BY 3.0

In der Öffentlichkeit gibt sich Papst Franziskus liberal, wenn es um Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender geht. Doch hinter verschlossenen Türen schlägt das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ganz andere Töne an. Dabei schreckt er auch davor nicht zurück, sich gegen Transgender-Kinder zu stellen.

„Kinder können sich das Geschlecht aussuchen!“

Das geht aus dem nun veröffentlichten Transskript eines Treffens hervor, das der Heilige Vater letzte Woche im Rahmen des Weltjugendtages im polnischen Krakau hinter verschlossenen Türen mit einigen Bischöfen hatte. Dabei echauffierte sich Papst Franziskus: „Heute lehren sie in der Schule Kindern – Kindern! – dass sich jeder sein Geschlecht aussuchen kann“, verkürzt der 79-Jährige den Stand der Wissenschaft.

Mit seiner Kritik daran sieht er sich auf der Linie seines Vorgängers: „Ich habe mit Papst Benedikt gesprochen, dem es gut geht und der bei klarem Verstand ist, und er hat mir gesagt: ‚Heiligkeit, das ist das Zeitalter der Sünden gegen Gott, den Schöpfer – er ist intelligent! Gott hat Mann und Frau geschaffen, Gott hat die Welt so gemacht, genau so, genau so, und wir machen das Gegenteil.’“

Papst Franziskus spricht von „ideologischer Kolonialisierung“

Weiters kritisiert Papst Franziskus, dass Transgender in Schulbüchern und der Öffentlichkeit so präsent sind und vermutet dahinter eine „ideologische Kolonialisierung“, da entsprechende Schulbücher von reichen Menschen und Institutionen in „sehr einflussreichen Ländern“ finanziert werden würden, was der 79-Jährige für „schrecklich“ hält.

In der Vergangenheit hat sich Papst Franziskus immer wieder für Bamherzigkeit gegenüber Lesben und Schwulen ausgesprochen – aber gegen die Rechte sexueller Minderheiten. So hat die römisch-katholische Kirche auch in Italien gegen das Partnerschaftsgesetz für homosexuelle Paare mobil gemacht, in Kroatien oder der Slowakei hat sie Volksabstimmungen unterstützt, welche die Ehe als Institution zwischen Mann und Frau in den Verfassungsrang heben sollten.

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