Ellen DeGeneres lädt homophobe Sängerin aus

Gospel-Sängerin und Predigerin Kim Burrell manövriert sich mit ihren Aussagen selbst ins Out

Ellen DeGeneres
Archiv

Eigentlich sollte heute die Gospel-Sängerin Kim Burrell gemeinsam mit Pharrell Williams bei Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres auftreten. Doch nachdem sich die Sängerin homophob geäußert hatte, wurde ihr Auftritt gestrichen.

„Ihr Männer, die den Penis eines anderen Mannes aufnehmt, seid pervers“

Die tiefreligiöse Burrell, die auch Gottesdienste für die „Love & Liberty Fellowship Church“ abhält, hatte zuvor bei einer Predigt in ihrer Heimat Houston Homosexualität als „pervers“ bezeichnet und gesagt, dieser „Irrglaube“ habe viele Männer und Frauen befallen. So sagte sie zum Beispiel: „Ihr Männer, wenn Ihr Euren Mund öffnet und den Penis eines anderen Mannes aufnehmt – Ihr seid pervers.“

Darauf reagierte Ellen DeGeneres. „Ich glaube nicht, dass es gut von mir gewesen wäre, sie in der Show zu haben und ihr eine Plattform zu geben, nachdem sie Dinge über mich gesagt hat“, sagte die lesbische US-Moderatorin in ihrer Show. Burrell sollte zusammen mit Pharrell Williams den gemeinsamen Song „I See Victory“ singen.

Pharrell Williams: „Wenn Religion dich nicht zu einem besseren Menschen macht, weg damit!“

Auch Pharrell Williams pflichtete Ellen DeGeneres bei: „Mein Rat: Wenn Deine Religion Dich dazu bringt, Worte des Hasses oder der Verurteilung auszuspucken oder auf andere herabzublicken, wegen der Menschen, die sie lieben, dann solltest Du sie wechseln. Und zwar schnell. Wenn Religion Dich nicht zu einem liebenden oder besseren Menschen macht, weg damit“, schrieb er auf Twitter.

Und es gab noch weitere Kritik an Kim Burrell: Die Mutter des offen schwulen Sängers Frank Ocean fragte ihren Sohn per Twitter, ob die Stimme der Sängerin auf dem Lied „Godspeed“, auf dem sie zu hören ist, entfernt werden kann.

Burrell selbst versuchte inzwischen, mit einigen Facebook-Videos an ihre Fans zurückzurudern. Sie meine, ein „Feind“ versuche, ihre Predigt in einem negativen Licht darzustellen. „Ich habe in der Predigt nie ‚LGBT‘ gesagt, ich sagte ‚Sünde‘. (…) An jeden Menschen, der mit dem homosexuellen Geist zu tun hat, die ihn in sich hat, ich liebe dich, weil Gott dich liebt. Aber Gott hasst die Sünde in dir und mir. (…) Ich habe zu tun, was Gott mir aufgetragen hat zu tun, das ist es und ich mache es mit Leidenschaft. Ich mache keine Ausnahmen und entschuldige mich nicht.“