7.000 Teilnehmer bei Tokyo Pride

Die Demonstranten forderten mehr Akzeptanz und die Öffnung der Ehe

Tokyo Pride
ogiziro/Instagram

In Tokio hat am Sonntag die größte Lesben- und Schwulenparade in Japan stattgefunden. Sie war der Abschluss und Höhepunkt der neuntägigen Pride Week, die am 28. April begonnen hatte.

Dieses Jahr fand die Parade zum siebenten Mal statt

Bereits zum siebenten Mal marschierten die Demonstranten durch die Bezirke Shibuya und Harajuku. Das heurige Motto lautete „Gleichheit bei der Liebe“. Die Parade wächst jedes Jahr: Dieses Jahr marschierten Medienberichten zufolge etwa 7.000 Teilnehmer auf der zweieinhalb Kilometer langen Route – ein neuer Rekord.

Dieses Jahr wurde die Tokyo Pride von 37 Organisationen unterstützt, darunter neben Unternehmen auch Botschafter. Unter den Teilnehmern des Marsches waren auch Politiker von Regierungs- und Oppositionsparteien sowie Stadträte. „Es hat mir Freude gemacht, gemeinsam mit vielen Freunden zu marschieren. Aber wir müssen auch an LGBT-freundlichen Gesetzen arbeiten“, sagte der offen schwule Abgeordnete Kanako Otsuji.

Zum Schluss gab es ein großes Fest im Park

Die Teilnehmer trugen Regenbogen-Banner. Zum Abschluss gab es im Yoyogi Park ein großes Fest mit Live-Auftritten und Gastronomie, bei dem auch viele japanische Firmen mit ihren Ständen ihren Einsatz für LGBT zeigten.

Die japanische Gesellschaft ist sehr konservativ und öffnet sich nur langsam gegenüber sexuellen Minderheiten. Dem entsprechend sind auch die politischen Botschaften der Tokyo Pride: Die Teilnehmer forderten mehr Respekt für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, eine inklusive Gesellschaft und die Öffnung der Ehe-

„Die Menschen zu sehen war sehr ermutigend. Im September werde ich eine ähnliche Veranstaltung in der Präfektur Iwate veranstalten“, sagte eine  23-Jähre sichtlich gerührt gegenüber japanischen Medien.

Auch abseits der Parade können die Veranstalter zufrieden sein. So haben rund 150.000 Menschen an den Veranstaltungen der Pride Week in Tokio teilgenommen.