Freitag, 23. Februar 2024
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AIDS-Hilfe Steiermark in Geldnot: 80 Prozent weniger Spenden

Für einige der Betreuten fehlt es am Nötigsten - nun möchte die AIDS-Hilfe Patenschaften anbieten

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Finanziell angespannt ist die Situation der AIDS-Hilfe Steiermark: So hat es in den letzten fünf Jahren einen Spendenrückgang um 75 Prozent gegeben, sagt Geschäftsführer Manfred Rupp. Mit dem Ende des Life Balls bricht eine weitere Finanzierungsquelle weg.

Das Ende des Life Balls trifft die AIDS Hilfe Steiermark hart

Dieser habe in der Vergangenheit für tausende Euro an Spenden gesorgt, so Rupp gegenüber dem ORF Steiermark. Doch auch sonst nimmt die Spendenbereitschaft der Steirer ab: So hatte die AIDS-Hilfe Steiermark im Jahr 2015 noch 50.000 Euro an Spenden bekommen, dieses Jahr waren es nicht einmal 10.000 Euro.

Mit dem Geld werden nicht nur die etwa 2.000 HIV-Tests finanziert, die die AIDS-Hilfe Steiermark jedes Jahr gratis durchführt, sondern auch etwa 300 HIV-positive Steierinnen und Steirer unterstützt. Darunter sind auch welche, die in prekären Verhältnissen leben und Probleme haben, die teils kostspieligen Behandlungen zu bezahlen.

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Partnerschaften als neue Möglichkeit, Solidarität mit HIV-Positiven zu zeigen

So erinnert sich die Sozialarbeiterin Kerstin Hübler an eine HIV-positive Mutter, die auf eine für sie wichtige Pneumokokken-Impfung verzichtet hat, um Essen für ihre zwei Kinder zu kaufen. Um künftig in solchen Fällen helfen zu können, möchte die AIDS-Hilfe Steiermark künftig Firmen und Privatpersonen zu einer Art Partnerschaft gewinnen.

„Die Überlegung war einfach, dass wir Privatpersonen ansprechen möchten, die sagen, ich möchte Solidarität mit HIV-Positiven zeigen, ich weiß, dass es denen teilweise nicht so gut geht – mir geht’s gut, und ich kann ein bisschen etwas geben, und sei es nur für eine Impfung oder monatlich ein kleiner Betrag, damit wir Lebensmittelgutscheine ausgeben können“, so Hübner.

Durchschnittlich gibt es fast jede Woche eine Neudiagnose

Insgesamt gibt es in der Steiermark etwa 50 HIV-Neudiagnosen pro Jahr. Diese Zahl ist, so die AIDS-Hilfe Steiermark, relativ stabil. In der Steiermark leben zwischen 600 und 1.200 Menschen mit HIV. Viele Betroffene wissen nichts von ihrer Infektion – was nicht nur die Behandlung nach der Diagnose schwieriger macht. HIV-Positive, die nicht in Behandlung sind, können den Virus auch unwissentlich weitergeben.

Wer die AIDS-Hilfe Steiermark mit einer Spende unterstützen will, kann dies unter der IBAN AT47 6000 0000 9201 1856 tun.