Lange Haftstrafe für Mutter, die 17-jährigen schwulen Sohn brutal umgebracht hat

Sie lockte ihr eigenes Kind in einen Hinterhalt und verbrannte die Leiche auf einem Feld

Itaberli Lozano
Facebok/privat

Im Jänner 2017 hat die heute 34-jährige Tatiana Lozano Pereira in der Kleinstadt Cravinhos in der Nähe der Millionenmetropole São Paulo ihren damals 17 Jahre alten Sohn brutal ermordet, weil er schwul war. Nun wurde sie dafür zu mehr als 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

Weil seine Mutter mit seiner Homosexualität ein Problem hatte, flüchtete Itaberli zu seiner Großmutter

Das Schicksal von Itaberli Lozano bewegte damals die Welt: Von seiner Mutter, die mit seiner sexuellen Orientierung nicht klar kam, bekam er einige Tage nach Weihnachten die Nachricht, dass sie sich mit ihm versöhnen wolle.

Doch das Friedensangebot war nur ein eiskalter Hinterhalt: Denn sie hatte einen 18- und einen 19-Jährigen angeheuert, um gemeinsam mit ihr ihren Sohn zu quälen und dann zu töten.

Ein Versöhnungsangebot der Mutter entpuppte sich als eiskalter Hinterhalt

Die beiden Burschen verprügelten den Burschen und versuchten, ihn zu erhängen. Als er diesen Mordversuch überlebte, nahm die Mutter selbst ein Messer und erstach ihren eigenen Sohn durch mehrere Messerstiche.

Danach wickelte sie gemeinsam mit Lonzanos Stiefvater die Leiche in eine Decke. Die beiden fuhren zu einem Zuckerrohrfeld ab und verbrannten den leblosen Körper. Die verkohlten Überreste des 17-Jährigen verscharrten sie in dem Feld.

Die verkohlte Leiche wurde erst gefunden, nachdem die Großmutter eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte

Sie wurden erst am 7. Jänner entdeckt, nachdem die besorgte Großmutter eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte. Itaberli Lozano konnte nur wegen eines Armbandes identifiziert werden, das er auch auf einigen Fotos in Sozialen Netzwerken getragen hatte.

Nun musste sich Tatiana Lozano Pereira für das grausame Verbrechen an ihrem eigenen Kind vor einem Geschworenengericht in der südbrasilianischen Großstadt Ribeirão Preto verantworten. Sie rechtfertigte ihre Tat als Notwehr: Er hätte Drogen konsumiert und Männer mit nach Hause gebracht.

Die Mutter plädierte auf Notwehr – doch nicht einmal die eigene Familie glaubt ihr

Dem widersprach aber die Familie: Itaberli sei „ein freundlicher, hart arbeitender Mensch” gewesen, erklärten sie. Probleme hatte er nur „mit seiner Mutter, die nicht akzeptierte, dass er homosexuell war“, so ein Onkel.

Weder Staatsanwaltschaft noch Gericht glaubten der 34-Jährigen. Die Geschworenen befanden sie des Mordes und der Verschleierung für schuldig und verurteilten sie zu einer Haftstrafe von 25 Jahren und acht Monaten.

Die beiden Komplizen, die beide zur Tatzeit Teenager waren, wurden wegen Mordes zu 21 Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Brasilianische Medien erwarten, dass alle drei Angeklagten Rechtsmittel einlegen.