Neue Geschäftsführung für die HOSI Salzburg

Anton Cornelia Wittmann leitet künftig die Geschicke der Bürger- und Menschenrechtsorganisation

Anton Cornelia Wittmann
Foto-Flausen

Doppelten Grund zum Feiern hat die HOSI Salzburg: Sie feiert dieses Jahr ihren 40. Geburtstag und bekommt eine neue Geschäftsführung. Anton Cornelia Wittmann, lange Jahre Leiter des Transgender-Stammtisches, folgt auf Paul Haller, der nach mehr als drei Jahren nun in den Vorstand des Vereins wechselt. Damit übernimmt zum ersten Mal in Österreich ein nicht-binärer Mensch die Geschäftsführung einer eingesessenen LGBTI-Interessensvertretung.

Wittmann ist seit Jahren in der HOSI Salzburg engagiert

Neben der Leitung des Stammtisches hat Wittmann in den letzten Jahren zahlreiche Beratungen für trans Personen und ihre Angehörige durchgeführt sowie sich aktiv in die interne Vereinsarbeit sowie in die politische Interessensvertretung eingebracht. Zuletzt war Wittmann als Leitung des Transgender-Referats und seit 2015 als Vorstandsmitglied tätig.

„Die Expertise, die sich Anton Cornelia Wittmann in dieser Zeit angeeignet hat, ist einzigartig. Es erfüllt mich mit Stolz, dass mit Anton Cornelia österreichweit der erste nicht-binäre Mensch die Funktion der Geschäftsführung eines LGBTIQ*-Kompetenzzentrums übernimmt“, so HOSI-Salzburg-Obfrau Gabriele Rothuber.

Trotz vieler Errungenschaften: Der Kampf um gleiche Rechte ist noch nicht vorbei

Wittmann übernimmt die Geschäftsführung im Jubiläumsjahr der HOSI Salzburg. Diese feiert heuer ihren 40. Geburtstag. Gegründet wurde die „Homosexuelle Initiative“ der Mozartstadt im Jahr 1980, als es noch ein Lesben und Schwule in Österreich noch keine eigenen Vereine gründen durften und auch noch nicht jede Form gleichgeschlechtlicher Liebe legal war. Doch man dürfe die erkämpften Rechte nicht als selbstverständlich erachten, mahnt erklärt HOSI-Salzburg-Obmann Josef Lindner.

Denn der Roll-Back auch in Sachen LGBTI-Politik sei Realität, ergänzt Wittmann. Auch seien noch zahlreiche Forderungen der Community offen: „Denken wir nur an die Ausweitung des Diskriminierungsschutzes aufgrund der sexuellen Orientierung, LGBTIQ*-inklusive Bildungspolitik oder dem selbstbestimmten Zugang zu Vornamens- und Personenstandsänderung inklusive der Anerkennung nichtbinärer Geschlechtsidentitäten ohne Diagnosen. Unerlässlich ist auch der körperliche Schutz von intergeschlechtlichen Menschen.“