Home Szene Wien Nach Corona-Lockdown: Langsam sperrt die Wiener Szene wieder auf

Nach Corona-Lockdown: Langsam sperrt die Wiener Szene wieder auf

Der Mai wird auch in der Community der Monat der ersten Öffnungen

WienTourismus/Peter Rigaud

Ab heute beginnt die Öffnung der Wiener Szene wieder: Mit dem Ende des harten Lockdowns in Wien dürfen die Shops der Community wieder aufsperren, übernächste Woche folgen – so die Infektionszahlen nicht zu stark ansteigen – erste Teile der Lokale. Für Bars und Discos heißt es unterdessen noch: Bitte warten, vermutlich noch zwei Monate.

Buchhandlungen und Gay-Shops dürfen ab heute wieder aufsperren

Ab heute dürfen auch Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung gehören, in Wien wieder unter bestimmten Voraussetzungen aufsperren: So ist die Zahl der Kund:innen, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, auf eine pro 20 Quadratmeter beschränkt. Außerdem ist eine FFP-2-Maske zu tragen und der Mindestabstand von zwei Metern muss eingehalten werden.

Auch die Öffnungszeiten sind limitiert – von Montag bis Freitag muss der Handel nach wie vor um 19 Uhr zusperren, samstags um 18 Uhr. Das betrifft in Wien Geschäfte wie die Buchhandlung Löwenherz, den Gayt Store – der heute seinen zweiten Geburtstag feiert – oder den Boner Store, die neben dem Verkauf ihrer Waren auch eine wichtige Funktion als Treffpunkte der Community haben. 

Körpernahe Dienstleistungen nur mit Test und Maske

Ebenfalls ab heute aufsperren dürfen in Wien wieder körpernahe Dienstleistungen. Dazu zählen etwa Friseur:innen, Fußpfleger:innen oder Masseur:innen. Wer diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, benötigt allerdings einen gültigen negativen Corona-Test, mittelfristig sollen von Covid-19 Genesene und gegen den Coronavirus Geimpfte von der Testpflicht ausgenommen werden. Auch muss während der Behandlung eine FFP-2-Maske getragen werden.

Der nächste Öffnungsschritt findet in gut zwei Wochen statt: Wie die Regierung angekündig hat, soll ab 19. Mai die Tagesgastronomie wieder aufsperren – ebenfalls unter strengen Sicherheitsvorkehrungen: Die Gäste müssen getestet, genesen oder geimpft sein, es gibt eine Registrierungspflicht und Mindestabstände zwischen den Tischen. Outdoor darf eine Gästegruppe aus maximal zehn Personen bestehen, indoor aus vier. Sperrstunde ist auf jeden Fall um 22 Uhr.

Gastronomie ab 19. Mai – aber vielleicht zunächst nur outdoor

In Wien könnten diese Schritte aufgrund der derzeit hohen Belegung der Intensivstationen allerdings beschränkt werden – etwa auf Gast- und Schanigärten. Doch viele Cafés und Restaurant der Community bieten auch Outdoor-Sitzmöglichkeiten – von der Villa Vida bis zum Café Savoy. Dem ersten Getränk in der Gastronomie dürfte damit – sofern das Wetter stimmt – nichts entgegenstehen.

Warten muss hingegen noch die Nachtgastronomie. Bars, Clubs oder Discos sollen aktuellen Informationen zufolge wahrscheinlich erst im Juli aufsperren dürfen. Das betrifft einen Großteil der Szene-Locations. Ähnlich sieht es auch mit den Wiener Saunen aus – wann sie wieder aufsperren dürfen, ist derzeit noch nicht klar, es wird aber wohl auch noch einige Wochen dauern.

Parties, Clubs, Bars und Discos müssen wohl noch bis Juli warten

Kulturveranstaltungen, wozu auch viele Parties gehören, werden ab 19. Mai zwar wieder erlaubt – allerdings nur unter strengen Bedingungen: So muss es fixe Sitzplätze geben, diese dürfen nur zu 50 Prozent ausgelastet sein. Die Besucher:innen müssen getestet, geimpft oder genesen sein. Der Abstand zwischen Besucher:innen muss zwei Meter betragen. 

An Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze dürfen nur maximal 50 Personen teilnehmen, der Ausschank von Getränken ist dann verboten. Auf jeden Fall ist die Sperrstunde immer um 22 Uhr, die Veranstaltung muss ein entsprechendes Präventionskonzept haben. Die nächste Party wird also auch noch einige Wochen warten müssen.

Eine aktuelle Auflistung der geöffneten Orte und Veranstaltungen gibt es auf gayguide.wien, dem LGBTI-Stadtführer von GGG.at.

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