Queere Person bedrängt: Polizisten außer Dienst schreiten ein

Der Angreifer hatte rund 2,5 Promille Alkohol im Blut

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In Berlin hat er erneut einen queerfeindlichen Vorfall gegeben. Im Stadtteil Lichtenberg ist am Dienstagabend eine 42 Jahre alte Person LGBTI-feindlich angepöbelt und am Kopf verletzt worden. Das berichtet die Berliner Polizei. Der Angreifer konnte festgenommen werden – zwei Polizeikräfte außer Dienst wurden auf den Mann aufmerksam.

Der Betrunkene pöbelte die Person und verletzte sie mit einem Kopfstoß

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 21.40 Uhr vor einem Lebensmittelgeschäft in der Frankfurter Allee: Ein 26 Jahre alter Mann soll die Person zunächst angepöbelt haben. Dann soll er sie mit einem Kopfstoß verletzt haben.

Daraufhin schritten zwei Polizist:innen außer Dienst ein, um der queeren Person zu helfen. Sie holten weitere Kolleg:innen zur Hilfe – sie alle wurden von dem 26-Jährigen ebenfalls beleidigt.

Ein Alkoholtest, den der 26-Jährige freiwillig gemacht hatte, ergab einen Wert von rund 2,5 Promille. Der Mann wurde festgenommen und einem Polizeigewahrsam zugeführt. Nähere Informationen über den Täter gibt es derzeit nicht.

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen

Die queere Person lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Sie konnte ihren Weg fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen führt, wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen, der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin.

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LSBTI.  Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.