Schwulenfeindlicher Angriff im Berliner Regenbogenkiez

Auslöser: Ein am Gehsteig geparktes Auto

Sujetbild: Berliner Polizei
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Einen homophoben Angriff hat es am Sonntag im Berliner Regenbogenkiez gegeben: Dabei wurde ein 53-Jähriger verletzt. Der Angreifer ist nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freiem Fuß.

Der Mann schlenderte gegen 20.00 Uhr mit seinem Mann die Yorckstraße im Stadtteil Schöneberg entlang. Als er ein Auto bemerkt, das auf dem Gehsteig geparkt hat, spricht er zwei Männer im Alter von 25 und 34 Jahren darauf an. 

Der Streit endete mit einem Faustschlag ins Gesicht

Er gerät mit ihnen in einem Streit. In dessen Verlauf beleidigt der 34 Jahre alte Autofahrer den 53-Jährigen zunächst schwulenfeindlich, dann schlägt er ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Mann erleidet durch den Schlag Rötungen im Gesicht. Er musste nicht medizinisch behandelt werden.

Der Angreifer gibt gegenüber der Berliner Polizei an, ebenfalls beleidigt worden zu sein und sich nur verteidigt zu haben. Er wurde zur Aufnahme von Fotos und Fingerabdrücken vorläufig festgenommen und anschließend wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Die weiteren Ermittlungen dauern an. Sie werden – wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen – vom Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin geführt. Die Berliner Polizei macht Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gezielt öffentlich. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es in der deutschen Hauptstadt häufiger Übergriffe gibt.