Mittwoch, 19. Juni 2024
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Schwules Paar auf Baumarkt-Parkplatz bedroht

Einen schwulenfeindlichen Übergriff aus dem Stadtteil Schöneberg meldet die Berliner Polizei. Zwei Männer griffen auf dem Parkplatz eines Baumarktes ein schwules Paar an, flüchteten danach, konnten aber gefasst werden.

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Es war am Montagabend, kurz nach 19.00 Uhr: Ein schwules Paar, beide 23 Jahre alt, waren gerade auf dem Parkplatz einer Bauhaus-Filiale in Berlin-Schöneberg.

Die Männer äußerten sich verächtlich über das Aussehen des schwulen Paares

Plötzlich sollen zwei Männer im Alter von 44 und 49 Jahren „das Aussehen und die Beziehung eines 23-jährigen Mannes und seines gleichaltrigen Lebenspartners negativ kommentiert haben“, wie es im Polizeibericht heißt.

Es kam zu einem Streitgespräch, in dessen Verlauf der 49-Jährige das schwule Paar „bedroht und homophob beleidigt“ haben soll. Danach flüchteten die Tatverdächtigen mit dem Auto.

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Die Polizei konnte die Tatverdächtigen finden

Alarmierte Einsatzkräfte konnten die beiden Männer in der Nähe identifizieren und aufhalten. Nach der Feststellung ihrer Personalien durch die Polizei konnte das Duo seinen Weg fortsetzen.

Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen ermittelt nun ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt Berlin. 

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen

Die Berliner Polizei macht Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gezielt öffentlich. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es in der deutschen Hauptstadt häufiger Übergriffe gibt.

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI .

Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.