Freitag, 1. März 2024
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Heute hat die Viennale, Österreichs wichtigstes Filmfestival, begonnen. Auch dieses Jahr gibt es im Programm wieder einige queere Highlights - wie etwa den diesjährigen Gewinner der Queer Palm aus Cannes.

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Die Viennale ist das wichtigste Filmfestival in Österreich. Sie findet dieses Jahr zum 61. Mal statt und zeigt von 19. bis 31. Oktober die Höhepunkte des europäischen Kinos. Das Programm zeigt aber auch einige queere Highlights – und einen Stargast, der auch durch queere Rollen immer wieder Aufmerksamkeit erregt hat.

Catherine Deneuve wird am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, einer Galavorführung der Proust-Verfilmung „Le Temps retrouvé“ beiwohnen. Sie spielt in dem Film eine Hauptrolle, Regisseur Raúl Ruiz widmet die Viennale eine Retrospektive.

„Kaibutsu“ wurde mit der Queer Palm ausgezeichnet – jetzt ist der Film in Wien zu sehen

Kaibutsu
Viennale

Zu den queeren Highlights dieses Jahres gehört der japanische Film „Kaibutsu“ („Monster“), für den Regisseur Koreeda Hirozaku dieses Jahr in Cannes mit der Queer Palm ausgezeichnet wurde. In dem Sozialdrama geht es um eine alleinerziehende Mutter, die merkt, dass sich ihr Sohn Minato verändert hat.

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Sie stürmt zur Direktorin, um den Grund für die Veränderung aufzuklären. Doch genau dieser Grund kommt erst im Laufe des Films nach und nach ans Licht. Zu sehen ist der Film im Rahmen der Viennale am 21. Oktober um 15.15 Uhr und am 29. Oktober um 10.00 Uhr als Matinee bei freiem Eintritt, jeweils im Gartenbaukino.

Arturo a los 30
Viennale

In „Arturo a los 30“ spielt der argentinische Regisseur Martín Shanly auch gleich die Hauptrolle: Einen nicht mehr ganz so jungen Mann, der ohne Plan und Job wieder bei den Eltern lebt. Bei einer Party, zu der er nicht eingeladen ist, ergibt sich was auf der Toilette, später gibt’s noch im Garten – genau in dem Moment, als alle dorthin gehen, um das Feuerwerk zu bestaunen. Zu sehen ist der Film am 26. Oktober um 18.30 Uhr in der Urania und einen Tag später um 13.30 Uhr im Historischen Saal des Metro Kinos.

Ein Schwerpunkt widmet sich dem Autor und Bürgerrechtler James Baldwin

JamesBaldwin Viennale

Ebenfalls im Programm ist mit „Baldwin Abroad“ eine Histografie über James Baldwin, einem offen schwulen Schwarzen Autor und Bürgerrechtler. „Baldwin Abroad“ umfasst drei Kurzfilme, die erst vor Kurzem restauriert wurden, und Aufenthalte des Autors in Istanbul, Paris und London dokumentieren. Dabei spricht er über seine Identität als US-Amerikaner, Liebe, Sexualität, Kreativität, Freiheit und Black Power. Zu sehen sind die Filme gebündelt am 25. Oktober ab 16.00 Uhr im Filmmuseum.

Abgerundet wird der kleine Baldwin-Schwerpunkt mit der Dokumentation „I Heard it to the Grapevine“, in der sich Baldwin zwei Jahrzehnte nach dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung an einige der historischen Schauplätze begibt. Gezeigt wird der Film am 25. Oktober um 19.00 Uhr im Filmmuseum und am 29. Oktober um 16.00 Uhr im historischen Saal des Metro Kinos.

Ein spannendes Beziehungsdrama, das die Goldene Palme gewonnen hat

AnatomieduneChute Viennale

Am 23. Oktober um 20.45 Uhr und am 31. Oktober um 13.00 Uhr ist jeweils im Gartenbaukino der neue Film der französischen Regisseurin Justine Triet zu sehen, der in Cannes dieses Jahr die Goldene Palme gewonnen hat. „Anatomie d’une Chute“ („Anatomie eines Falls“) ist eine hochspannende Mischung aus Gerichts- und Beziehungsdrama. Vor Gericht steht die bisexuelle Sandra, meisterhaft gespielt von Sandra Hüller, die verdächtigt wird, ihren Mann ermordet zu haben. Vor Gericht werden dann ihre Affären mit Frauen zum Thema.

All of Us Strangers
Parisa Taghizadeh, Courtesy of Searchlight Pictures. © 2023 20th Century Studios. All Rights Reserved

Zum ersten Mal im deutschen Sprachraum zeigt die Viennale „All of Us Strangers“, den neuen Film von Andrew Haigh, der durch den Film „Weekend“ und die Serie „Looking“ bekannt geworden ist: Adam, der Endvierziger, der gerade an einem Drehbuch über seine Kindheit im Arbeitervorort scheitert, bekommt die Chance, mit seinen verstorbenen Eltern zu reden. Ein Thema dabei ist seine Homosexualität. Gezeigt wird der Film am 27. Oktober um 18.00 Uhr und am 29. Oktober um 13.00 Uhr, jeweils im Gartenbaukino.

Nachtmeerfahrt
Filmarchiv Austria

„Nachtmeerfahrt“ aus dem Jahr 1985 ist der zweite Spielfilm der international viel beachteten österreichischen Regisseurin Kitty Kino. Er handelt von Fotomodell Lilly, dem über Nacht Bartstoppeln wachsen. Sie beschließt, sich als Mann durch die Wiener Nacht treiben zu lassen. Auf dieser mitunter düsteren Reise verliert das Konzept einer binären Trennung zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit zunehmend an Bedeutung. Die Viennale zeigt dieses Stück heimischer Kinogeschichte – unter Anwesenheit der Regisseurin – am 25. Oktober um 16.30 Uhr im historischen Saal des Metro Kinos.

Jedes Date braucht seinen Höhepunkt

After Work
Viennale

Der deutsche Filmemacher Jan Soldat zeigt mit „After Work“ seinen neuesten Kurzfilm: In dem fünf Minuten dauernden Werk geht es um Holger, der – im Bademantel – Lutz zu einer schnellen Nummer erwartet. Doch so richtig Stimmung kommt nicht auf – wie wird dieses Date zum Höhepunkt kommen? Zu sehen ist der Film im Rahmen des Kurzfilmprogramms in Anwesenheit des Filmemachers am 18. Oktober um 16.00 Uhr im Filmmuseum.

Un Prince
Viennale

„Un Prince“ ist der neueste Film von Pierre Creton und hatte seine Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes. Er erzählt den Werdegang des 16-jährigen Pierre-Joseph, der sich in der Ausbildung zum Gärtner befindet. Dabei trifft er auf Schlüsselfiguren wie Françoise Brown, die Leiterin des Zentrums, Alberto, seinen Botaniklehrer, und Adrien, seinen Arbeitgeber. Diese leiten ihn nicht nur auf seinem beruflichen Weg, sondern auch beim Verständnis seiner eigenen Sexualität. Die Viennale zeigt den Film am 21. Oktober um 12.45 Uhr im Stadtkino im Künstlerhaus und am 24. Oktober um 11.00 Uhr in der Urania.

Coming-of-Age-Story und Roadmovie aus feministischer Perspektive

Perpetrator
Viennale

Der Film „Perpetrator“, der auf der Berlinale seine Weltpremiere gefeiert hat, ist Teil des Schwerpunkts rund um Regisseurin Jennifer Reeder. Sie ist für ihre feministischen Teenager-Filme bekannt. Diesmal geht es um Jonny, die das Familieneinkommen mit nächtlichen Beutezügen aufbessert – und zu ihrem 18. Geburtstag von ihrer Tante eine Blut-Torte bekommt. Heraus kommt eine Coming-of-Age-Geschichte der etwas anderen Art. Zu sehen am 25. Oktober um 21.15 Uhr in der Urania und am 27. Oktober um 23.15 Uhr im Gartenbaukino.

Die ängstliche Verkehrsteilnehmerin
Viennale

„Die ängstliche Verkehrsteilnehmerin“ ist der Abschlussfilm der Berliner Film- und Theaterregisseurin Martha Mechow. Sie erzählt die Geschichte von Filippa, die sich auf die Suche nach ihrer älteren Schwester Furia macht. Dabei erfährt sie, wie Frauen in Rollen gedrängt, Emotionen erzwungen werden, und fragt sich, ob und wie jenseits des „heterosexuellen Knotens“ zu lieben wäre. Zu sehen ist der Film am 27. Oktober um 18.00 Uhr im Stadtkino im Künstlerhaus und einen Tag später um 13.30 Uhr im Historischen Saal des Metro Kinos.

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