Mittwoch, 21. Februar 2024
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Stadt Wien fördert queere Sport-Projekte

Dieses Jahr finden in Wien die EuroGames statt - die größte LGBTI-Sportveranstaltung Europas. Grund genug für die Stadt Wien, den Fokus beim Queeren Kleinprojektetopf dieses Jahr auf das Thema Sport zu legen.

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Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Von 17. bis 20. Juli finden in Wien die EuroGames statt. Gefördert von der Stadt Wien werden mehrere hundert Athlet:innen in der Bundeshauptstadt erwartet. 

Sport als Schwerpunktthema beim Queeren Kleinprojektetopf

Das soll sich auch bei den Projekten widerspiegeln, die dieses Jahr durch den Queeren Kleinprojektetopf gefördert werden sollen. „Daher haben wir auch das Sport als Schwerpunkt für Queeren Kleinprojektetopf 2024 ausgerufen, um das Thema noch breiter in die Community und in die Gesellschaft zu tragen“, so der zuständige Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr von den Neos.

Denn wenn es um Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten geht, ist Sport nicht so inklusive, wie er sein sollte: „Es gibt viele dumme Witze, oft strenge Geschlechtertrennungen und wenig Sensibilität dafür, dass Sport natürlich auch für LGBTIQ-Personen wichtig ist – gesundheitlich und sozial“, so Wolfgang Wilhelm, Leiter der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt).

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Die Projekte sollen Barrieren im Sport sichtbar machen und abbauen

Mit dem Queeren Kleinprojektetopf sollen deshalb dieses Jahr vor allem Projekte gefördert werden, die Barrieren für queere Menschen im Bereich Sport sichtbar machen und nachhaltig abbauen. Von den acht Projekten, die dieses Jahr gefördert wurden, trifft das auf einige zu: Etwa das Bike Polo Turnier mit Rahmenprogramm „Queering Polo“ von Bikepolo Vienna, das „Internationale Quadball-Jubiläumsturnier“ des Sportclubs Vienna Vanguards und eine Skateing-Workshopreihe FLINTA-Personen des Vereins zur Schaffung von Skateflächen für A-Gender, Nicht-binäre, Trans- und Inter-Personen, Lesben und Frauen.

Zu den weiteren Projekten, die dieses Jahr gefördert wurden, gehören das Pädagogik-Projekt „Queer Comics in der Arbeit mit Jugendlichen“ des Vereins EfEU, die Entwicklung und Durchführung von Stadtführungen in der Leopoldstadt durch QWIEN, die Workshopreihe „QBW* Grow-Togehter“ der Queer Business Women, die Workshopreihe „Vienna is burning“ des Future Freedom Project und die kreative Workshopreihe „Scissors Paper Rock“ des Vereins HUFE.

23.000 Euro für queere Vereine in Wien

Der queere Kleinprojektetopf ist mit 23.000 Euro gefüllt. Pro Verein und Jahr ist eine Förderung von höchstens 5.000 Euro möglich. Projektanträge für das kommende Jahr können vom 1. Oktober bis 31. Dezember dieses Jahres über die Homepage des WASt eingereicht werden. Ob ein Projekt gefördert wird, entscheidet ein eigener Beirat unter Vorsitz der WASt, die den Topf auch zusammen mit der MA 13 verwaltet.

Gefördert werden Projekte, die von Diskriminierung betroffene Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender-Personen, intergeschlechtliche und queere Menschen unterstützen, die den Abbau von Homophobie und Vorurteilen gegenüber LGBTIQ-Personen, sowie deren Partizipation und die Vielfalt und Diversität in unserer Gesellschaft innovativ und fachlich fundiert fördern.