Veranstalter sagen Vienna Pride 2016 ab: Nun gibt es erste Details

Dieses Jahr wird es in Wien kein „Pride Village“ rund um die Regenbogenparade geben. Das hat der veranstaltende Verein, CSD Vienna, nun bekanntgegeben und so entsprechende Gerüchte bestätigt.

Rathausplatz fiel in letzter Minute als Location aus

Grund dafür ist, dass der Rathausplatz dieses Jahr nicht zur Verfügung steht, weil dort ein Public Viewing zur gleichzeitig stattfindenden Fußball-Europameisterschaft geplant ist. Nach den Erfahrungen der Stadt Wien ist dieser Ort der einzig verfügbare innerstädtische Platz, an dem eine Veranstaltung dieser Größenordnung durchgeführt werden kann.

Von der Stadt Wien angebotene Alternativen – ein anderer Zeitpunkt oder ein anderer Ort – erwiesen sich ebenfalls nicht als praktikabel: Ein anderer Zeitpunkt kam für den CSD Vienna nicht in Frage, da sich ehrenamtliche Mitarbeiter schon für diese Tage frei genommen hatten und Lieferanten an anderen Terminen „nicht adäquat verfügbar“ wären.

Einschränkungen bei anderen Locations nicht zumutbar

Bei der Suche nach einem anderen Ort wurden die Verantwortlichen auch nicht fündig: Der Heldenplatz ist dieses Jahr durch Bauarbeiten nur beschränkt für Veranstaltungen nutzbar, und am Samstag der Parade findet dort schon die Schlusskundgebung einer anderen Demonstration statt.

Ähnlich die Situation am Maria-Theresien-Platz, zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum. Auch hier gab es von der zuständigen Burghauptmannschaft eine Abfuhr an die Organisatoren des Pride Village. Andere Varianten wie der Naschmarkt, der Karlsplatz, das Museumsquartier oder der Siegmund-Freud-Park bei der Votivkirche würden nach Angaben der Veranstalter „nur eine Umsetzung mit qualitativen Abstrichen zulassen“, weil es dort einerseits weniger Platz und andererseits Anrainer gebe.

Deshalb hat sich der CSD Vienna dazu entschlossen, dieses Jahr mit dem Pride Village auszusetzen. „Der Vorstand des CSD Vienna kann allerdings das mit einer örtlichen oder terminlichen Verschiebung verbundene planerische und wirtschaftliche Risiko nicht verantworten und sagt daher das Pride Village 2016 ab“, so der Verein in einer Presseaussendung.

Alle anderen Veranstaltungen finden statt

Alle anderen Aktionen und die Regenbogenparade selbst sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Sie finden statt. Dazu gehören unter anderem die Beflaggung der Straßenbahnen, ein Warm-Up vor der Parade und die Abschlusskundgebung nach der Parade.

„Ein Pride Village und eine Vienna Pride in bekanntem und geschätztem Umfang wird es also erst 2017 wieder geben. Wir starten gemeinsam mit der Stadt Wien bereits jetzt mit den Planungsarbeiten für eine fulminante Vienna Pride 2017 am Wiener Rathausplatz“, trösten die Veranstalter die Community.