Prince hatte bei seinem Tod verschreibungspflichtige Medikamente bei sich

Musik-Legende Prince, der am 21. April im Alter von 57 Jahren überraschend verstorben ist, hatte verschreibungspflichtige Schmerzmittel bei sich und in seinem Haus. Das hat eine mit den Ermittlungen vertraute Person dem US-Nachrichtensender CNN mitgeteilt.

Bei den Tabletten soll es sich um Opioide handeln, die in der Regel zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden. Für weitere Ermittlungen wurde auch die US-Drogenbehörde DEA eingeschaltet.

Musste Prince schon vor einer Woche wiederbelebt werden?

Nach Erkenntnissen der Ermittler war ein Vorfall, der sich etwa eine Woche vor dem Tod von Prince ereignete, ebenfalls auf eine „Reaktion auf das Medikament“ zurückzuführen: Damals musste der Privatjet des Popstars im US-Bundesstaat Illinois notlanden, der Sänger wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Offiziell wurde der 57-Jährige dort wegen einer Grippe behandelt. Mittlerweile hat der Pilot der Flugsicherheitsbehörde mitgeteilt, dass Prince zu dem Zeitpunkt nicht mehr ansprechbar war. Nach Informationen der Webseite TMZ.com wurde ihm im Krankenhaus ein „Save Shot“ gespritzt, ein übliches Gegenmittel gegen eine Überdosis an Opioiden.

Nach der Autopsie gibt es noch keine definitive Todesursache

Die ermittelnden Behörden warten inzwischen das Ergebnis der Autopsie ab. Diese wurde am Freitag durchgeführt, bis die letzten toxikologischen Ergebnisse vorliegen kann es noch vier Wochen dauern. Nach der vier Stunden dauernden Autopsie konnte der zuständige Pathologe keine endgültige Todesursache feststellen.

Prince wurde am 21. April bewusstlos in einem Fahrstuhl in seinem Anwesen Paisley Park gefunden. Wiederbelebungsversuche der Notärzte blieben erfolglos. Nach Auskunft des zuständigen Sheriffs von Carver County, Jim Olson, gab es an seinem Körper keine sichtbaren Verletzungen.