USA: Katholische Kirche kritisiert freie Toilettenwahl für Transgender in Schulen

Stattdessen sollen Jugendliche "lernen, ihren Köper zu akzeptieren"

Toilettenschild (Symbolbild)
Symbolbild - Archiv

Nun mischt sich auch die römisch-katholische Kirche in die Debatte um Transgender-Rechte in den USA ein: Sie kritisiert Präsident Barack Obama, der mit einer Anordnung die freie Toilettenwahl für Transgender im Bildungsbereich durchgesetzt hat.

Diese Anordnung sei für die Schulen „zutiefst beunruhigend“, wie Bischof Richard Malone aus Buffalo im Bundesstaat New York und Erzbischof George Lucas von Omaha in einer gemeinsamen Erklärung betonten. Malone ist Vorsitzender des Bischofskonferenz-Ausschusses für Laien, Ehe, Familie und Jugend, Lucas steht dem Ausschuss für das katholische Bildungswesen vor.

Bischöfe berufen sich auf Papst Franziskus

Obamas Anordnung widerspreche einem „grundlegenden Verständnis der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen“, so die Bischöfe. Dabei berufen sie sich auf Papst Franziskus: Dieser habe gesagt, dass „jungen Menschen geholfen werden müsse, ihren Körper so zu akzeptieren, wie er geschaffen wurde“.

Mit einer Anordnung hat US-Präsident Barack Obama am Freitag angeordnet, Transsexuelle an öffentlichen Schulen, Hochschulen und Universitäten die Toilette ihrer Wahl benutzen zu lassen. Andernfalls drohe den Bildungseinrichtungen eine Streichung von Fördermitteln des Bundes.

Auslöser für die Anordnung war das „Toiletten-Gesetz“ im Bundesstaat North Carolina, nach dem Transsexuelle jene öffentlichen Toiletten benutzen müssen, die ihrem amtlichen Geschlecht entsprechen. Die Benutzung von Toiletten oder Duschräumen des gelebten Geschlechts wird ihnen untersagt. Das US-Justizministerium sieht darin eine bewusste Ausgrenzung einer Minderheit.