Tennis-Legende Margaret Court jammert über Ehe-Öffnung in Australien

...und Martina Navrátilová gibt ihr die richtige Antwort darauf

Margaret Court
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Für die australische Tennislegende Margaret Court war es keine gute Woche: Zuerst stimmt eine Mehrheit der Australier dafür, die Ehe für schwule und lesbische Paare zu öffnen – und dann wird die wegen ihrer homophoben Aussagen berüchtigte Ex-Sportlerin deshalb auch noch von ihrer lesbischen Kollegin Martina Navrátilová auf die Schaufel genommen.

Margaret Court warnte: „Ehe-Öffnung führt zur Abschaffung von Weihnachten“

Mit dem Ja zur Ehe-Öffnung wurden wohl Courts schlimmster Alptraum wahr: So hat die 75-Jährige, die nun als Predigerin arbeitet, im Vorfeld der Abstimmung davor gewarnt, dass die Öffnung der Ehe zur Abschaffung sämtlicher Feiertage führen würde. „Es wird keinen Muttertag mehr geben, keinen Vatertag, es wird kein Ostern mehr geben, es wird kein Weihnachten mehr geben“, sagte sie.

Doch ihre eindringliche Warnung blieb in der australischen Bevölkerung ungehört. Mit fast 62 Prozent der abgegebenen Stimmen gab es ein deutliches Ja zur Ehe-Öffnung. Dass Premierminister Malcom Turnbull von der Liberalen Partei den Willen des Volkes rasch umsetzen will, irritiert Margaret Court offenbar besonders.

Weil ihre Stimme nicht mehr wichtig ist, verlässt sie die liberale Partei

In einem Interview mit The West Australian hat sie angekündigt, mit der Liberalen Partei, deren Vorsitzender ihr Mann Barry einmal war, zu brechen. „Wir sehen, was da jetzt los ist, und sie hören nicht auf die Konservativen oder auf das, was viele Menschen wollen“, sagte die Tennis-Legende.

Court fühlt sich in ihren Grundrechten beschnitten: „Man darf nichts mehrsagen. Ich glaube nicht, dass ich in so einer Partei sein möchte“ Schon zuvor hat sie erklärt: „Ich habe das Gefühl, wenn man ein ‚Ja‘-Zeichen [für die Ehe-Öffnung] ins Fenster hängt, ist alles in Ordnung, aber bei einem ‚Nein‘-Zeichen bekommt man einen Ziegel durchs Fenster.“

„Wir lieben Parties, besonders die Burschen“, kontert Martina Navrátilová

Und zu allem Überfluss hat sie auch noch die offen lesbische Tennislegende Martina Navrátilová auf die Schaufel genommen. „Margaret Court sagt jetzt also, dass es kein Weihnachten oder Ostern und auch keinen Mutter- oder Vatertag mehr in Australien geben wird, wegen der Ehe-Öffnung. Au contraire, Margret – Wir Lesben und Schwule lieben Parties, besonders die Burschen. Und wir könnten jetzt zwei Muttertage und zwei Vatertage haben“, schrieb die in Tschechien geborene Ex-Spielerin auf Twitter.

Navrátilovás Tweet wurde mittlerweile fast 3.500 Mal geteilt, mehr als 15.500 Menschen haben „Gefällt mir“ gedrückt.