Aids: 2006 „nur“ zehn Tote in Österreich

Im letzten Jahr starben in Österreich zehn Menschen an Aids. Bei 48 Menschen ist die tödliche Immunschwächekrankheit ausgebrochen, 435 Menschen haben sich mit dem HI-Virus infiziert. Beruhigende Zahlen, wenn man sie mit dem Jahr 1993 vergleicht: Damals starben 176 Menschen, 236 erkrankten neu. „Wir dürfen uns nicht zurücklehnen“, warnt aber Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP).

„Wir haben Anzeichen dafür, dass die Verwendung von Kondomen rückläufig ist. Der einzige Schutz bleibt aber das Kondom“, so die Gesundheitsministerin. Zwar kann eine moderne Therapie den Ausbruch des Vollbildes der Krankheit verhindern, eine Gefahr bleibt Aids aber trotzdem. Bis Ende 2007 starben in Österreich 1.439 Menschen an Aids.

Bei den Neuinfektionen im vergangenen Jahr fallen 41 Prozent auf heterosexuelle Kontakte, 30 Prozent auf homosexuelle und 20 Prozent auf Drogensüchtige. Zu neun Prozent gab es keine Angaben. Was bedenklich ist, sind nur etwa zehn Prozent der Österreicher lesbisch oder schwul

Insgesamt leben in Österreich 2.522 Menschen mit Aids, davon sind Homo- und Bisexuelle mit 876 die mit Abstand größte Gruppe, vor Drogensüchtigen (614) und Heterosexuellen (484).