Eingetragene Partnerschaft: ÖVP Wien gegen Bundespartei

Eine andere Sicht als die Bundespartei hat der Landesgeschäftsführer der Wiener ÖVP, Norbert Walter, bei der Frage, wie gleichgeschlechtliche Partnerschaften eingetragen werden sollen. Donnerbauer hatte sich gegen eine Zeremonie auf dem Standesamt ausgesprochen. „Warum soll man das den Leuten vorschreiben?“, so Walter. Es gebe Hochzeitpaare, die sehr pompöse Feiern machten und andere, die ganz still feierten.

Auch von Donnerbauers Idee, die Besiegelung einer Partnerschaft für Homosexuelle nur auf ausgewählte Standorte zu konzentrieren, hält Walter wenig. „Wenn man es schon macht, dann halte ich es nicht für sinnvoll, es auf wenige Standorte zu konzentrieren.“ Dies möge in Wien noch gehen, in weitläufigeren Gegenden sei es für die Betroffenen dann aber unnötig schwierig. Ob die Partnerschaft dagegen auf einem Standesamt oder bei einem Notar geschlossen werde, sei weniger bedeutend, deutet Walter eine neue Möglichkeit der Verwässerung an.