Südafrika: Homo-Gegner neuer Präsident?

Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) hat Jacob Zuma zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er setzt sich in einer Kampfabstimmung gegen den Amtsinhaber und südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki durch. Damit gilt er auch als aussichtsreichster Kandidat für das Amt des südafrikanischen Präsidenten. 2005 verlor Zuma nach Korruptionsvorwürfen seinen Posten als Vizepräsident, 2006 stand er wegen Vergewaltigung vor Gericht, wurde aber freigesprochen.

In der Vergangenheit hat sich Zuma klar gegen eine Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ausgesprochen. Diese musste nach einem Urteil des Höchstgerichtes eingeführt werden. Zuma bezeichnete die Öffnung als „Schande für die Nation und gegenüber Gott“. Später entschuldigte er sich für die Aussage und sagte, er sei falsch zitiert worden.

Für Entsetzen sorgte auch sein Vergewaltigungsprozess 2006: Er gab zu, mit der HIV-positiven klägerin Sex ohne Kondom gehabt zu haben. Allerdings habe er sich gleich danach ausführlich geduscht „und so die Gefahr einer Ansteckung verringert“, erklärte der neue ANC-Chef Zuma.