Israel: „Satan“ gegen konservativen Abgeordneten

Der ultrakonservative israelische Parlamentsabgeordnete Schlomo Benizri, der behauptet hat, Schwule und ihre Rechte seien an Erdbeben in Israel schuld, bekommt Drohbriefe von „Satan“. So hat er nach Angaben der Jerusalem Post letzte Woche ein verdächtiges Kuvert bekommen, in dem ein weißes Pulver war. Der erste Stock des israelischen Parlaments, der Knesset, wurde sofort evakuiert. Eine Analyse hat ergeben, dass das Pulver harmlos war. Der Absender des Briefes nannte sich „Satan“.

Letztes Monat hat Beniziri sich während einer Debatte über den Schutz vor Erdbeben in Israel gemeint, dass seiner Meinung nach ein Grund für die Erdbeben die Tatsache ist, „dass die Knesset Sodomie legitimiert“ und sich dabei auf das Alte Testament berufen: „Ein kostengünstiger Weg, Erdbeben abzuwehren wäre es, keine Gesetze mehr zu beschließen, die homosexuelle Aktivitäten im Staat Israel begünstigen, weil das auf jeden Fall Erdbeben verursacht“.

Ein anderer Abgeordneter der konservativen Shas-Partei, Nissim Zev, hat bei dieser Gelegenheit seine Ansicht bestärkt, dass Lesben und Schwule in Rehabiliatationszentren eingewiesen werden sollen und nannte die lesbischwule Bewegung als „Plage, die das jüdische Israel zerstören kann“.