Schweiz weist schwulen Kameruner doch nicht aus

Einen Erfolg kann die Schweizer Sektion von amnesty international im Fall eines von der Abschiebung bedrohten 18-jährigen Kameruners verzeichnen. Das Bundesamt für Migration (BFM) hat sich gestern, Mittwoch, bereit erklärt, den Fall noch einmal zu prüfen. Der junge Mann wurde bereits aus der Abschiebehaft entlassen.

Amnesty hat wegen des Falls eine Protestaktion ins Leben gerufen. Der junge Kameruner reiste nach Angaben der Menschenrechtsorganisation am 3. Februar auf dem Flughafen Zürich-Kloten in die Schweiz ein und begründete sein Asylgesuch mit seiner Homosexualität. Ihm drohten in der Heimat wegen seiner sexuellen Orientierung die Verhaftung und Misshandlungen. Am 14. Februar ist sein Asylantrag abgewiesen worden. Auch der Einspruch dagegen, den der Betroffene ohne Unterstützung eines Anwalts selbst formulieren musste, war erfolglos geblieben.