Lesben und Schwule bessere Eltern?

Schwule und lesbische Eltern kümmern sich besser um ihren Nachwuchs als heterosexuelle Eltern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Gay, Lesbian and Straight Education Network (GLSEN), des Family Equality Council und der Gruppe Children of Lesbians and Gays Everywhere (COLLAGE).

So haben 94 Prozent der lesbischwulen Eltern einen Elternabend besucht, während es bei den hetereosexuellen Eltern nur 77 Prozent sind. Zwei Drittel der gleichgeschlechtlichen Eltern arbeiten freiwillig in Schulprojekten mit, bei den Hereros sind es nicht einmal die Hälfte. Besonders extrem ist der Unterschied in der Kommunikation mit den Lehrern: Während 72 Prozent der lesbischen und Schwulen Eltern im letzten Jahr mindestens einmal im Jahr einen Lehrer kontaktiert haben, sind es bei den heterosexuellen Eltern gerade einmal 27 Prozent. Allerdings haben bei 21 Prozent der Kinder von Homo-Paaren die Lehrer Kontakt mit den Eltern aufgenommen, weil der Nachwuchs von den Schulkollegen wegen ihrer Eltern gehänselt wird – fast doppelt so viel wie bei den Kindern von Hetero-Paaren.

„Schwul-lesbische Eltern setzen sich für die Bildung ihrer Kinder ein, werden aber oft nicht von den Schulen akzeptiert. Des Weiteren werden ihre Kinder oft gemobbt nur wegen dem Aufbau ihrer Familie“, erklärt GLSEN-Chef Kevin Jennings. Daher sei es wichtig, dass Schulen Anti-Mobbing-Programme offensiv umsetzen, so Jennings.

Der Studie zufolge gibt es in den USA sieben Millionen schwule und lesbische Eltern mit schulpflichtigen Kindern.