Berlusconi gewinnt, Lesben und Schwule verlieren

Italien bekommt wieder eine konservative Regierung: Das Mitte-rechts-Wahlbündnis „Volk der Freiheit“ unter der Führung von Medienzar Silvio Berlusconi dürfte ersten Umfragen zufolge die Parlamentswahlen in Italien gewonnen haben.

Berlusconi kommt demnach in der Abgeordnetenkammer auf 38,5 bis 45,5 Prozent der Stimmen, die Mitte-links-Formation „Demokratische Partei“ (PD) um den ehemaligen römischen Bürgermeister Walter Veltroni kam auf 37 bis 43 Prozent. Im Senat erreichte der Berlusconi-Block zwischen 39 und 46 Prozent; das Veltroni-Bündnis 36,5 bis 42,5 Prozent.

Die Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare war eines der Themen im Wahlkampf: Veltroni wollte den Vorstoß des Ex-Ministerpräsidenten Romano Prodi, diese Partnerschaft einzuführen, zu Ende bringen, während die römisch-katholische Kirche aktiv gegen die Homo-Ehe wetterte und damit eine Wahlempfehlung für das rechtskonservative Wahlbündnis abgab.

Neben Italien sind Österreich und Griechenland die einzigen Staaten Westeuropas, die keine Form der eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule anbieten.