Affäre Daum: Gegenwind aus der Community

Scharfe Kritik und Unverständnis an den Aussagen von Christoph Daum kommen nun auch aus der lesbischwulen Community.

Andersrum Rut-Wieß, der 144 Mitglieder starke schwul-lesbische Fanclubs des 1. FC Köln, lädt Daum zu einem klärenden Gespräch ein: „Wir bitten Herrn Daum, diese Einladung anzunehmen und zuzuhören, warum seine Äußerungen für Lesben und Schwule und für unseren Fanklub nicht zu tolerieren sind. Wir möchten ihm auch die Chance geben, jegliches Missverständnis auszuräumen. Von Seiten des FC wurde uns Unterstützung zugesagt“, erklärten Patrick Maas und Matthias Eiting vom Fanklub.

Auch der Kölner Sportmanager Michael Mronz von Daum entsetzt: „Die Aussagen disqualifizieren sich von selbst. Daum sollte aus der Vergangenheit gelernt haben, sich klar artikulieren, statt drum herum zu reden! Seine anschließenden Erklärungsversuche waren weder nachvollziehbar, noch ausreichend.“, erklärte er der Deutschen „Bild“-Zeitung.

„Anstatt rumzueiern, sollte er das Rückgrat haben, sich von seinen Aussagen zu distanzieren.“, so Mronz weiter im Kölner „Express“.

Mronz organisiert Sportveranstaltungen sowie die meisten „TV Total“-Events, zum Beispiel die „Wok-WM“, den „Bundesvision Songcontest“ oder das „TV Total Turmspringen“. Er ist der Lebenspartner von FDP-Chef Guido Westerwelle.

Ebenfalls empört sind die Organisatoren des Kölner CSD. Sie fordern: „Daum muss seine Entgleisung restlos zurücknehmen.“

Daum selbst ist zur Zeit nicht erreichbar, er macht Urlaub auf Mallorca.