Konservative Migranten gegen Homo-Ehe

In Wien hat sich der Verein der Konservativen Migranten Wien (VKM) vorgestellt, der sich mit ÖVP-Hilfe „gegen eine einseitige Wahrnehmung von Zuwanderern“ stellt. Das Hauptproblem scheint für Obmann Emeka Assor jun. dabei vor allem zu sein, dass Migranten in Österreich als eher linksliberal gelten.

Im Familienbereich ist der VKM sehr konservativ: Zur Eingetragenen Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare sagt man generell Nein. Damit ist der Verein offenbar auf der inoffiziellen Parteilinie der ÖVP, die er als „Partnerorganisation“ bezeichnet. Zu den Unterstützern des VKM gehören unter anderem der ÖVP-Wirtschaftsbund und die VP-nahe Studentenorganisation „Aktionsgemeinschaft“.

Die Mehrheit der konservativen Österreicher dürften sie damit allerdings nicht hinter sich haben: So waren in einer kürzlich vorgestellten Umfrage 60 Prozent der Tiroler Landjugend für einen Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare, eine Umfrage des ORF-„Reports“ hat ergeben, dass auch eine Mehrheit der ÖVP-Wähler für diese Möglichkeit sind.