Russland: „Schwule unglücklich“

Die Kirche in Russland hetzt erneut gegen Lesben und Schwule: So meinte der russisch-orthodoxen Erzpriester Vselvolod Chaplin in der populären russischen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, Homosexualität sei eine „zerstörerische Sünde“ und Schwule seien per se unglücklich.

Weiters rief er Lesben und Schwule auf, ihr Leben zu verändern und sich der Kirche zuzuwenden. „Solche Leute sind tief unglücklich. Ich weiß das aus Beichten und mehreren Lebensgeschichten“, so Chaplin. „Es ist kein Zufall, dass sie früher sterben und mehr Selbstmorde begehen. Außerdem sind mehr Drogenabhängige und Alkoholiker unter ihnen.“

Der konservative Hardliner ist bereits öfter durch seine Attacken gegenüber Homosexuellen aufgefallen. So appellierte er letztes Jahr an Lehrer, „Schwule und Prostituierte“ nicht als Vorbilder anzupreisen.

Damit steht er in der russisch-orthodoxen Kirche nicht alleine da: Anfang des Jahres verglich Metropolit Kyrill, der „Außenminister“ der Russisch-Orthodoxen Kirche, in einem „Spiegel“-Interview Homosexualität mit Pädophilie.