Russischer Gouverneur pöbelt gegen Schwule

Lesbischwule Aktivisten in Russland haben sich in einem Brief an Präsident Dimitri Medwedew über Oleg Betin, den schwulenfeindlichen Gouverneur der Region Tambow, beschwert.

Betin soll in einem Interview mit der Boulevardzeitung „Komsomolskaya Prawda“ schwulenfeindliche Kommentare gesagt haben. Es ging um den Bürgermeister der Stadt Tambow, der für die Entführung seines 19-jährigen schwulen Liebhabers hinter Gitter wandern musste.

Im Laufe des Interviews soll Betin über Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen wörtlich gemeint haben: „Toleranz? Vergiss es. Schwule sollten in Stücke gerissen werden und die Stücke in alle Himmelsrichtungen verstreut werden“ Außerdem sagte er, es sei notwendig „diese eklige Herde sauberzumachen“.

Darüber beschweren sich jetzt russische Lesben- und Schwulenorganisationen. In ihrem Brief an den Präsidenten schreiben sie, dass sie „diese Stellungnahmen aus dem Mund eines Amtsträgers“ inakzeptabel finden. „Lesben und Schwule haben die vollen Bürgerrechte der russischen Föderation, deshalb widersprechen solche gewalttätigen Aufrufe gegenüber russischen Bürgern nicht nur dem russischen Strafrecht, sondern auch der russischen Verfassung“, so die Aktivisten.