SM macht glücklich

Menschen, die auf SM-Sex stehen, sind glücklicher als andere. Das fand eine australische Studie heraus. Eine Gruppe von Wissenschaftern der Universität von North South Wales in Sydney haben dazu 20.000 Australier befragt.

Studienleiterin Juliet Richters hat die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlicht. Ihr Ergebnis: Rund zwei Prozent der Australier praktizieren regelmäßig SM, Fessel- und Dominanzspiele – und sie sind glücklicher als die Menschen, die auf „normalen“ Sex stehen. Voruteile, dass SM-Freunde sexuell anormal sind oder in der Kindheit missbraucht wurden, weist Richters zurück: „Bondage, Disziplin und Sadomasochismus (BDSM) ist schlicht ein sexuelles Interesse“, so die Wissenschafterin.

Männer, die SM mögen, sind insgesamt zufriedener mit ihrer aktuellen psychologischen Verfassung als die Vergleichsgruppe, ergab die Studie. Die Forscher untersuchten zwar nicht, warum das so ist, vermuten aber, dass SM-Anhänger ausgeglichener und zufriedener mit sich selbst sind, da sie ihre Bedürfnisse ausleben können.

Juliet Richters unterstreicht: „Leute mit diesen Interessen sind lange durch die Medizin und das Gesetz zumindest als beschädigt angesehen worden, die eine Therapie benötigen und deren Sexleben staatlich reguliert werden muss. Wir hoffen, diese Ansichten mit unseren Ergebnissen korrigieren zu können.“ Verhältnismäßig weit verbreitet ist harter Sex übrigens unter Lesben, Schwulen und Bisexuellen.