Beschneidung schützt nicht vor Aids

Beschneidung schützt schwule Männer nicht vor einer HIV-Infektion. Das ist das Ergenis einer Meta-Studie aus den Vereinigten Staaten, für die die US Centers for Disease Control (CDC) 15 Studien mit mehr als 53.000 Männern, die Sex mit Männern haben, noch einmal ausgewertet haben.

52% der Männer waren beschnitten. Zwar waren weniger von ihnen mit dem HI-Virus infiziert, allerdings war diese Zahl statistisch nicht relevant. Die Studie wird in der aktuellen Ausgabe des Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

Die Erkenntnis, dass Beschneidung das Risiko einer HIV-Infektion verringern kann, dürfte nach Ansicht der Wissenschafter aus einer Zeit vor 1996 kommen, in der es die antiretrovirale Therapieform HAART noch nicht gab. „Es ist gut dokumentiert, dass der Glaube, HAART reduziert die Übertragbarkeit von HIV, mit dem Ansteigen von sexuellem Risikoverhalten unter Männern, die Sex mit Männern haben, zusammenhängt“, so die Wissenschfter.

Will Nutland, Leiter der Gesundheitsvorsorge der britischen AIDS-Organisation Terrence Higgins Trust, ergänzt im britischen Online-Magazin PinkNews: „Ein Großteil der HIV-Infektionen von Männern, die Sex mit Männern haben, ist das Ergebnis eines ungeschützten Analverkehrs, und Beschneidung macht in diesen Fällen keinen Unterschied“.

Damit bestätigt die amerikanische Studie die Ergebisse einer australischen Studie, die im letzten Jahr ebenfalls zu dem Schluss kam, eine Beschneidung spielt beim HIV-Infektionsrisiko keine Rolle.

Links zum Thema

  • GGG.at: Informationen über HIV und AIDS