Immer mehr Lesben und Schwule in den USA Opfer von Hass-Verbrechen

Immer mehr Lesben und Schwule werden in den Vereinigten Staaten das Opfer homophober Gewalt. Während Hass-Verbrechen in den USA insgesamt um ein Prozent zurückgehen, steigen sie gegenüber Lesben und Schwulen um 6 Prozent. Neun Menschen wurden ermordet, zwei vergewaltigt.

So verzeichnet die amerikanische Bundespolizei FBI im Jahr 2007 insgesamt 1512 Angriffe wegen der sexuellen Orientierung: Fast 60 Prozent der Opfer waren Schwule, 13 Prozent Lesben. Ein Viertel der Angriffe haben laut den Aufzeichnungen eine allgemeine „anti-homosexuelle Ausrichtung“. Damit sind Angriffe wegen der sexuellen Orientierung die dritthäufigsten Hass-Verbrechen in den USA, gleich nach Hautfarbe und Religion.

Trotz der eindeutigen Zahlen gibt es in den Vereinigten Staaten einen Streit, wie mit Hass-Verbrechen wegen sexueller Orientierung umzugehen ist: Senat und Repräsentantenhaus haben haben Gesetze verabschiedet, damit solche Verbrechen dem Bundesgesetz gegen Hass-Verbrechen zugeordnet werden sollen – damit wäre das Justizministerium in Washington für Ermittlungen und Anklage zuständig und nicht die Behörden der Bundesstaaten. Außerdem müsste das FBI dann eine Statistik über Hass-Verbrechen gegen Transgender führen, die es derzeit noch nicht gibt. Außerdem gäbe es für Gemeinden und Bundesstaaten, die aktiv gegen solche Verbrechen vorgehen, eine Unterstützung.

Der amtierende US-Präsident George W. Bush hat sein Veto gegen diese Entwürfe angekündigt. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama will sie hingegen unterstützen.