Diskriminiert „Little Britain“ Minderheiten?

Die beliebte britische Comedy-Serie „Little Britain“ fördert Rassismus, Sexismus und Homophobie. Das behauptet zumindest Deborah Finding von der London School of Economics in der wissenschaftlichen Abhandlung „I Can’t Believe You Just Said That: Figuring gender and sexuality in Little Britain“.

Finding kommt zu dem Schluss, „Little Britain“ sei „die Comedy-Variante von Junkfood“. Grund: Wer über die einzelnen Figuren lacht, lacht nach Meinung der Wissenschafterin über die gesamte Gruppe, die diese Figur repräsentiert. Der Humor sei nicht ironisch, sondern macht sich über ausgegrenzte Minderheiten, lustig. „Es gibt keinen Versuch, Vorurteile anzufechten oder den Status Quo in Frage zu stellen“, so Finding. Deshalb fördert die Serie „Rassismus, Sexismus, Homophobie, Hass auf Alte und Klassenhass“.

„In ‚Little Britain‘ schwul zu sein ist gleichbedeutend mit lächerlich sein“, argumentiert Finding und nennt Daffyd, den „einzigen Schwulen im Dorf“, der sich ständig diskriminiert fühlt, ohne diskriminiert zu sein, sowie Sebastian, den Assistenten des britischen Premierministers, als Beispiele.

„Little Britain“ ist eine der erfolgreichsten britischen Comedy-Serien der letzten Jahre. Sie hat auch viele schwule Fans. In Amerika läuft gerade ein Spin-Off der Serie, in dem auch die Hauptdarsteller und Schöpfer der britischen Serie, Matt Lucas und David Walliams, die Hauptrolle spielen.

Links zum Thema

  • amazon.at: Little Britain: Alle Staffeln auf DVD