Will Wiener FPÖ kinderlose Familien verbieten?

Scharfe Kritik am Klubobmann der Wiener FPÖ, Eduard Schock, übt der offen schwule Grüne Gemeinderat Marco Schreuder. Schock hatte sich erneut gegen jede Form der Eintragung schwuler und lesbischer Partnerschaften ausgesprochen, weil dies seiner Meinung nach in der Fremdkindadoption und damit dem Untergang der Familie endet.

Schreuder ist über die Aussendung Schocks empört: „Wenn Lesben und Schwule bereit sind, in einer Partnerschaft Rechte und Pflichten zu übernehmen und dies gegenüber dem Staat kundtun wollen, so zeugt dies genau vom Gegenteil dessen, was Klubobmann Schock behauptet!“

Die Logik der FPÖ ist für Schreuder auch in anderen Punkten nicht nachvollziehbar: „Schock behauptet, man könne nur Gleiches mit Gleichem und Ungleiches mit Ungleichem vergleichen. Wenn er meint, die Ehe fördere ja nur die ‚Aussicht auf Nachkommen‘ müsste die FPÖ viele heterosexuelle Ehen bei Paaren, die keine Kinder haben können oder wollen, ebenso verbieten. Das ist ja hoffentlich nicht der Plan der FPÖ!“, führt der Grüne Abgeordnete die Logik des Freiheitlichen Klubobmanns fort.

Schreuder fordert Schock auf, nicht über etwas zu politisieren wovon er keine Ahnung habe: „Es gibt längst lesbische und schwule Partnerschaften. Es gibt längst Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Das einzige was fehlt, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wenn gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften gleichgestellt werden, wird keine heterosexuelle Ehe weniger und kein Kind weniger geboren. Etwas anderes zu behaupten ist dumm“, so Schreuder abschließend.