Kommt Homo-Ehe an der US-Ostküste?

Nach dem vorläufigen Aus für die Homo-Ehe in Kalifornien schöpfen schwule und lesbische Aktivisten in anderen US-Bundesstaaten Hoffnung: Die liberalen Demokraten haben auch in einigen Bundesstaaten eine Mehrheit im dortigen Senat und könnten dort die Ehe per Gesetz für Lesben und Schwule öffnen. Das berichtet das Onlinemagazin queer.de. Betroffen sind die Ostküsten-Bundesstaaten New York, New Jersey, New Hampshire, Rhode Island und Maryland.

Sehr wahrscheinlich ist die Öffnung der Ehe in New York: Dort gab es bereits 2007 einen Antrag auf Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, dieser scheiterte aber an der republikanischen Senats-Mehrheit. Jetzt haben aber die Demokraten das erste mal seit 40 Jahren sie Mehrheit, Gouverneur David Paterson hat bereits angekündigt, die Ehe-Öffnung unterstützen zu wollen.

Auch in New Jersey unterstützt der demokratische Gouverneur Jon Corzine die Homo-Ehe, auch hier hat er jetzt eine Mehrheit im Parlament. Die Eingetragene Partnerschaft, die in dem Bundesstaat im Jahr 2006 eingeführt wurde und die gleichen Rechte und Pflichten wie die Ehe beinhaltet, wird von lesbischwulen Bürgerrechtsgruppen nur als Zwischenschritt angesehen.

Eingetragene Partnerschaften gibt es seit diesem Jahr seit Anfang dieses Jahres auch in New Hampshire. Nach dem Wahlerfolg der Demokraten will der Abgeordnete Jim Splane auch hier einen Antrag zur Öffnung der Ehe einbringen. Die dezimierten Republikaner des Bundesstaates haben schon ihren Widerstand angekündigt.

Auch in Rhode Island und Maryland wollen die Demokraten die Ehe öffnen lassen. Eine Mehrheit dafür ist aber noch unklar. Bis jetzt ist die Ehe für Lesben und Schwule in den USA noch nie durch ein Gesetz möglich geworden, sondern immer nur durch eine Entscheidung des Gerichts. Derzeit können gleichgeschlechtliche Paare in Massachusetts heiraten, in wenigen Tagen folgt Connecticut. In Kalifornien wurde diese Woche die Homo-Ehe durch eine Volksabstimmung vorerst wieder abgeschafft.