FP-Rosenkranz: „Homo-Ehe soll verwirren“

Barbara Rosenkranz, Obfrau der niederösterreichischen FPÖ, begibt sich in ihrem neuen Buch auf die Spuren ihres ehemaligen Parteikollegen Karlheinz Klement. Dieser hatte Homosexualität als „Kultur des Todes“ bezeichnet und gegen Gender Mainstreaming, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen, gewettert.

Wie das Wochenmagazin „profil“ schreibt, meint die zehnfache Mutter in ihrem neuen Buch „MenschInnen“, Gender Mainstreaming sei Teil einer weltweiten Verschwörung, die biologischen Geschlechter abzuschaffen.

So erklärt sie sich auch, dass Lesben und Schwule immer mehr Rechte bekommen: „Auch die Parteinahme für Homosexuelle rührt daher. Rechte für Gleichgeschlechtliche bis hin zur so genannten Homo-Ehe werden deswegen gefordert, weil man so die Zweigeschlechtlichkeit weiter aufweichen und verwirren kann“, erklärt Rosenkranz in ihrem aktuellen Werk. Weitere Beweise bleibt sie allerdings schuldig.

Dafür ist Rosenkranz in ihrer grundsätzlichen Einstellung zu Homosexualität etwas liberaler als der Kärntner Klement. Sie ist für die Tierschutz-Landesrätin keine „Kultur des Todes“, sondern lediglich „eine Lebensform, die einer Ehe nicht gleichgestellt werden kann“.