Homo-Partnerschaft: Fekter will „formalen Akt berücksichtigen“

Ein wenig Diskussionsbereitschaft lässt die alte und neue Innenministerin Maria Fekter bei den Eingetragenen Partnerschaften für homosexuelle Paare erkennen. Im Ö1-Mittagsjournal sagte Fekter, man werde „eine Lösung finden, die im Hinblick auf ein neues Partnerschaftsmodell auch den formalen Akt entsprechend berücksichtigt.“ Bis jetzt haben sich konservative Kräfte innerhalb der ÖVP dagegen gesträubt, dass die Lebenspartnerschaft für Lesben und Schwule am Standesamt geschlossen wird.

Fekter betonte, sie respektiere aber die Lebensformen von homosexuellen Partnerschaften, die Ehe solle aber trotzdem nur Partnerschaften von Mann und Frau zugänglich sein. Vor ihrer Bestellung zur Innenministerin galt Fekter als eine der treibenden Kräfte zur Verhinderung der Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule in Österreich.

Außerdem erklärte Fekter in dem Radiointerview, dass auch „Fragen der gemischtstaatlichen Beziehungen“ zu klären seien. Im Gegensatz zur heterosexuellen Ehe gibt es bei Eingetragenen Partnerschaften für Lesben und Schwule keine internationalen Gegenseitigkeitsvereinbarungen. Ob und wie ein Staat eine solche Beziehung anerkennt oder für den Staatsbürger eines anderen Staates öffnet, liegt in dessen Spielraum.