Claudia Haider: „Jörg war nicht homosexuell“

In einem Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ nimmt Jörg Haiders Witwe Claudia Stellung zu den Vorwürfen, ihr Mann sei homo- oder bisexuell gewesen. Entsprechende Berichte wies die 52-Jährige energisch zurück: „Früher haben Jörg und ich immer über die Gerüchte gelacht. Er hat sich immer gut dagegen gewehrt“, erzählt sie der Illustrierten.

Sie weist in dem Interview darauf hin, dass in keinem Wahlkampf des umstrittenen Politikers kompromittierende Fotos aufgetaucht seien. Wer sie kenne, wisse, dass sie kein lebensfremdes Wesen sei. „Ich bin eine Frau, die mit Herz, Hand und Hirn im Leben steht und schon für Ordnung, für klare Verhältnisse gesorgt hätte. Wäre etwas dran gewesen an den Gerüchten, hätte ich mich scheiden lassen.“, erklärt Claudia Haider.

Jörg Haider soll vor seinem Unfall im Klagenfurter Schwulenlokal „Zum Stadtkrämer“ Wodka getrunken haben. Das soll zu den 1,8 Promille Blutalkohol geführt haben, die in der Obduktion nachgewiesen wurden. Auch das kann sich Claudia Haider nicht erklären: In dem Interview sagt sie, ihr wurde von medizinischer Seite bestätigt, dass ihr Mann bis Mitternacht vollkommen nüchtern gewesen sei: „Wie bitte schön, soll mein Mann in einer Stunde derart viel Alkohol getrunken haben?“

Außerdem kränkt Haiders Witwe, dass das Leben ihres Mannes nach dessen Tod „abenteuerlich interpretiert“ werde, „wo er sich nicht mehr wehren kann“. Vor allem das Verhalten seines Pressesprecher Stefan Petzner nach dem Tod Haiders hat für Diskussionen gesorgt: Nach öffentlichen Gefühlsausbrüchen bezeichneten namhafte Journalisten Petzner in ihren Kommentaren deshalb als „Nebenwitwer“, innerhalb des BZÖ wurde er deshalb in die zweite Reihe zurückgeschoben.