Grüne zukünftig weniger homofreundlich?

Auch die Lesben und Schwulen innerhalb der Grünen sind von der Richtungsdebatte innerhalb ihrer Partei betroffen.

So hagelte es für das Homo-Engagement der Oppositionspartei Kritik von ihrem Abgeordneten Peter Pilz. In einem Kommentar der Tageszeitung „Der Standard“ schreibt Pilz: „Wir reden dann über die Ausländer und über homosexuelle Lebensgemeinschaften – und reden an den Menschen vorbei. (…) Den meisten sind Schwule nicht so wichtig. Ihre Botschaft an uns liegt im immer gleichen zweiten Teil der Sätze: ‚Ihr seid nicht für uns da!'“.

Hier will Pilz die Richtung innerhalb der Grünen verändern: Er fragt sich: „Können wir wirklich ’nur‘ eine Partei der sozialen und kulturellen Eliten sein?“ und möchte stärker auf die Mehrheit der Bevölkerung zugehen.

Bei den Grünen Andersrum, der lesbischwulen Partei-Organisation, führt diese Meinung zu Irritationen. In einem Kommentar schreibt Gemeinderat Marco Schreuder, man bekomme den Eindruck „Peter Pilz hätte noch keine Lesben und Schwule kennengelernt“ und lädt den prominenten Politiker „zu einer Nacht in der lesbisch-schwulen Szene Wiens ein“. Pilz hat diese Einladung bereits angenommen.

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