Pfizer sagt Penisverkrümmung den Kampf an

Duch die Potenzpille Viagra wurde der Pharmakonzern Pfizer als Retter der Männlichkeit bekannt. Jetzt will er sich um die Rettung krummer Penisse kümmern.

So hat er um 485 Millionen US-Dollar die Rechte an einem neuen Medikament von der Biotechnologiefirma Auxilium Pharmaceuticals erworben, das bei der Behandlung von Peyronie hilft. Bei dieser Krankheit ist der Penis durch Collagenansammlungen verkrümmt. Die Erektion ist – sofern sie überhaupt möglich ist – schmerzhaft. Etwa fünf Prozent der Männer, vor allem im fortgeschrittenen Alter, leiden darunter. Ob es eine genetische Ursache dafür gibt, ist noch nicht sicher.

Das von Pfizer gekaufte Medikament, Xiaflex, enthält drei verschiedene Enzyme, die das Collagen unter der Haut aufspalten und abbauen können.

Das Medikament hilft auch bei Morbus Dupuytren, bei der sich ein gutartiger Tumor das Bindegewebe der Handinnenfläche befällt. Man schätzt, dass 20 Prozent der 30 bis 50-Jährigen und 40 Prozent der 80-Jährigen von dieser Krankheit betroffen sind. Nicht helfen kann das Medikament dafür bei einer angeborenen Penisverkrümmung.