Fußballpräsident ist Schirmherr des CSD Stuttgart

Eine kleine Sensation ist den Veranstaltern des Stuttgarter Christopher Street Day (CSD) gelungen: Sie haben es geschafft, den Präsidenten des VfB Stuttgart, Erwin Staudt, als Schirmherr für die Veranstaltung zu gewinnen.

Für Staudt ist diese Schirmherrschaft eine große Ehre: „Die Anfrage des CSD Stuttgart kam zu einem guten Zeitpunkt. Nach ersten Aktivitäten des Deutschen Fußball-Bundes gegen Homophobie im Fußball unterstützen wir die wichtige und richtige Arbeit zum Abbau von Diskriminierungen gegenüber Lesben und Schwulen im Fußball. Gerade in so einem Massensport ist Vielfalt ein hohes Gut. Mit dieser Schirmherrschaft möchte ich persönlich, aber auch der VfB Stuttgart als Verein, Engagement zeigen: Der Fußball verfügt über eine große integrierende Kraft“, so Staudt.

Noch hat sich im internationalen Profifußball kein aktiver Spieler getraut, öffentlich zu seiner Homosexualität zu stehen. Bei den Fans ist „schwul“ eine übliche Beleidigung des Gegners. Die Schirmherrschaft Staudts soll das Thema zumindest im Raum Stuttgart in den Fokus rücken. „Mit Erwin Staudt und dem VfB Stuttgart helfen wir, die langsam beginnende Diskussion um Homosexualität im Breitensport, speziell im Fußball, auf eine öffentlichkeitswirksame Basis zu stellen.“, so CSD-Vorstand Christoph Michl.

Staudt hat die Schirmherrschaft in einem besonderen Jahr übernommen: Der CSD Stuttgart feiert heuer ein Doppeljubiläum: Vor genau 40 Jahren gab es die ersten Schwulenaufstände in der New Yorker Christopher Street, und zum zehnten Mal findet der CSD in Stuttgart statt. Die Parade findet heuer in Stuttgart am 1. August 2009 statt und steht heuer unter dem Motto „macht Mut!“.

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