„Kaczynski schwul“: Abgeordneter muss gehen

Unter anderem, weil er Ex-Premier und Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski öffentlich für schwul gehalten hat, muss Janusz Palikot, umstrittener Abgeordneter der regierenden rechtsliberalen Bürgerplattform (PO) in Polen, den Hut nehmen.

Palikot gilt als „Wadlbeißer“ der PO. Innerhalb der Partei wurden die provokanten Aussagen aber länge geduldet. Doch die jüngsten Einträge seines Blogs waren auch den eigenen Parteikollegen peinlich: So stellte Palikot letzte Woche Vermutungen über eine mögliche Homosexualität Jaroslaw Kaczynskis an. Außerdem hat der Ex-Ministerin für Regionale Entwicklung, Grazyna Gesicka „politische Prostitution“ vorgeworfen.

Der Fraktionsvorsitzende der PO, Zbigniew Chlebowski meinte, mit diesen Aussagen habe Palikot „die Grenze des Anstands und der guten Erziehung überschritten“. Der Vorstand der PO empfahl der Parlamentsfraktion, Palikot bei der heutigen Ausschusssitzung als Vorsitzenden des Parlamentsausschusses „Freundlicher Staat“, der sich mit Bürokratieabbau beschäftigt, zu entlassen. Palikot entschloss sich daraufhin, von sich aus auf den Posten zu verzichten.