Kalifornisches Gericht entscheidet bis Juni über Homo-Ehe

Der Termin, an dem der Oberste Gerichtshof Kaliforniens endgültig über die Homo-Ehe entscheidet, steht fest. Bis Anfang Juni gibt es von den Richtern eine Entscheidung, ob Lesben und Schwule in dem amerikanischen Bundesstaat heiraten dürfen. Gegner und Befürworter werden Anfang März gehört.

Erst im Mai 2008 hat der Oberste Gerichtshof die Homo-Ehe erlaubt, nach einer Volksabstimmung, der „Proposition 8“, wurde sie aber durch einen Verfassungsgesetz wieder verboten. Die Gegner dieser Volksabstimmung argumentieren jetzt, das Recht zu heiraten ist ein unveräußerliches Freiheitsrecht, das auch durch die Verfassung nicht so einfach verboten werden kann. Die Gegner der Homo-Ehe argumentieren wiederum, eine Entscheidung gegen die Volksabstimmung würde an den Grundfesten der Demokratie rütteln: Richter bekämen zu viel Macht, und Volksentscheide hätten zukünftig keine Bedeutung mehr.

Das Interesse der Medien an dem Fall ist dementsprechend groß: Das mögliche Verbot der Homosexuellen-Ehe in dem liberalen Bundesstaat wäre für den Rest der USA ein deutliches Signal. Und auch von Lobby-Gruppen beider Seiten werden die Richter mit Schreiben für die jeweilige Sache bombardiert.