SoHo will sich um schwule und lesbische Eltern kümmern

Die Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo) möchte sich verstärkt schwulen und lesbischen Eltern widmen.

„Es gibt in der öffentlichen Meinung noch genug Vorurteile gegenüber gleichgeschlechtlichen Elternschaften. Aber gerade Wien als Vorreiter lesbischer und schwuler Pflegeeltern hat gezeigt, dass diese Vorurteile unrichtig und daher natürlich auch ungerechtfertigt sind.“, erklärt der Vorsitzende der SoHo, der Wiener SPÖ-Bezirksrat Peter Traschkowitsch.

Eine Studie zur Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften, die das Berliner Justizministerium in Auftrag gegeben hat und der SoHo vor der Veröffentlichung vorliegt, „wird – und so viel darf verraten werden – zu einem äußerst positiven Fazit kommen“, so Traschkowitsch.

Kinder in Regenbogenfamilien werden eines der Schwerpunktthemen der SoHo sein,“um einen Diskussionsprozess in Gang zu bringen“, wie der SoHo-Vorsitzende erklärt. „Familie ist eben auch dort, wo Kinder sind und dabei ist es völlig egal, ob es sich um eine hetero- oder homosexuelle Beziehung handelt.“ so Traschkowitsch.

Derzeit ist es für schwule und lesbische Paare in Österreich nicht möglich, Kinder zu adoptieren. Das betrifft auch die Kinder eines Lesbenspartners. Die Stadt Wien vermittelt allerdings Kinder an gleichgeschlechtliche Pflegefamilien. Dass dies auch beworben wird, hat die FPÖ schon öfter auf die Barrikaden gebracht.

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