Republikaner-Boss strikt gegen Homo-Ehe

Bis jetzt galt Michael Steele, der neue Parteichef der Republikaner, als gemäßigt. In einer Radiotalkshow hat er sich jetzt aber überraschend deutlich gegen Eingetragene Partnerschaften für schwule und lesbische Paare ausgesprochen.

Auf die Frage, ob er Eingetragene Partnerschaften unterstützen würde, antwortete der erste schwarze Parteichef der USA: „Nein, nein, nein. Warum sollten wir das tun? Was ist los mit Ihnen, sind Sie verrückt? Nein. Warum sollen wir einen der zentralen, ewigen Werte unseres Landes kaputt machen? Schließlich kann man ja nicht einfach sagen: ‚Nun ja, heute ist mir die Ehe mal nicht so wichtig’“.

Überraschend an dieser Äußerung: Steele hat 1993 das „Republican Leadership Council“ gegründet – eine Gruppe, die liberale Republikaner unterstützt, die sich für ein Recht auf Abtreibung und Homo-Rechte einsetzen. Mit dem jetztigen Meinungswechsel will er sich offenbar bei den konservativen republikanischen Stammwählern beliebt machen.