Keine Homo-Hetze mehr: Konservative Christen fühlen sich verfolgt

Weil sie nicht mehr gegen Schwule hetzen dürfen, fühlen sich christliche Fundamentalisten verfolgt und diskriminiert.

So war Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen das Thema eines Runden Tisches der OSZE in der Wiener Hofburg. Doch dass orthodoxe Kirchen in Nordzypern, der Türkei und im Kosovo geschändet werden, war der Nachrichtenagentur „Kathpress“ erst eine Meldung gegen Ende der Presseaussendung über die Veranstaltung wert.

Zunächst ging es um Einschränkungen der Meinungsfreiheit, „wenn etwa durch sogenannte ‚Hate Speech Legislation‘ in einigen europäischen Ländern kritische Stellungnahmen zur Homosexualität oder Abtreibung untersagt werden“. Dass diese „kritischen Stellungnahmen“ wissenschaftlich falsch oder hetzerisch sein müssen, damit sie unter diese Regelungen fällt, verschweigen die Aussender.

Als Beispiel für „Soziale Ausgrenzung und Marginalisierung von Christen“ nannte Kathpress ausgerechnet Rocco Buttiglione, der als EU-Kommissar für Justiz und Sicherheit vorgesehen war. Allerdings musste der Italiener mit blendenden Kontakten zum Vatikan auf das Amt verzichten, nachdem seine Ansichten über Homosexuelle und zur Stellung der Frau in der Gesellschaft während einer Anhörung im EU-Parlament für Aufregung gesorgt haben.