Mehr Gewalt gegen Schwule und Lesben in Kalifornien

Eine erschütternde Nebenwirkung hat die Debatte rund um die Homo-Ehe in Kalifonien: Die Zahl der Hassverbrechen gegen Homosexuelle ist in Kalifornien sprunghaft angestiegen.

Das zeigt die Kriminalstatistik des Bezirks Santa Clara: Verglichen zum Vorjahr stieg 2008 der Anteil an Hassverbrechen gegen Lesben und Schwule von 15 auf 56 Prozent.

Für Jay Boyarsky, stellvertrender Bezirksstaatsanwalt von Santa Clara, ist der Grund dafür klar: „Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass dieser Anstieg auf die Kontroversen um das Homoehen-Verbot zurückzuführen ist“, erklärt er der Zeitung „Mercury News“. „Das Thema war in den Nachrichten und hat die Homo-Hasser gestärkt“, so der Bezirksstaatsanwalt weiter.

Gegner der Homo-Ehe versuchen zu beschwichtigen: Frank Schubert von der Gruppe „Protect Marriage“ erklärte. dass die Statistik nicht zeigt, wieviel Befürworter von Proposition 8 Schikanen erleben mussten. „Ich hoffe, dass Proposition 8 nicht zu mehr Kriminalität geführt hat“, so Schubert. „Wenn dem aber so war, dann sind beide Seiten Opfer von Gewalt geworden“, macht er auch Täter zu Opfern.