Belgischer Pater wird „Aids-Heiliger“

Am 11. Oktober wird Papst Benedikt XVI. einen Schutzpatron für Aids-Kranke heilig sprechen: Der aus Belgien stammende Pater Damian wurde 1840 als Jef de Veuster geboren und betreute einige Jahre als Missionar auf Hawaii auch eine Leprastation auf der Insel Moloka’i. Dabei verbesserte er auch die Lebensbedingungen der Erkrankten und ließ zwei Waisenheime errichten. 1884 erkrankte er selbst an der Lepra, an der er fünf Jahre später starb.

Wegen seines bedingungslosen und vorbildlichen Einsatzes gilt er als Schutzpatron für Aussätzige. Ende der 1980er wählten ihn einige Aids-Einrichtungen deshalb als Patron, zum Beispiel das Damien Center in Albany, das als Treffpunkt von Positivengruppen dient. Nach ihm ist auch die weltweit einzige dem Andenken an den Folgen von Aids verstorbenen Menschen gewidmete Kapelle benannt.

Am 4. Juni 1995 wurde Pater Damian durch Johannes Paul II. selig gesprochen. Um in der römisch-katholischen Kirche heilig gesprochen zu werden, muss dem Betreffenden nach seinem Tod ein Wunder zugeschrieben werden können. Im Fall von Pater Damian ist das die wundertätige Heilung einer Krebskranken im Jahr 1998.

Am 1. Dezember 2005 wurde Pater Damian von einem breiten Publikum in Flandern zum größten Belgier aller Zeiten gewählt.

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